Zwischen 1995 und 1998 hat das E/D/E ein neues Verwaltungsgebäude errichtet – das E/D/E Hochhaus. In diesem sowie in den weiteren Bürogebäuden des E/D/E arbeitet rund die Hälfte aller E/D/E Mitarbeiter. In den Räumlichkeiten wird somit auch ein Großteil der Energie verbraucht. Hauptsächlich zum Heizen im Winter, aber auch für Computersysteme und für Licht.
Beim Bau des E/D/E Hochhauses wurde auf zu diesem Zeitpunkt moderne Technik wie etwa auf Energiesparlampen gesetzt. Auf Klimaanlagen wurde zugunsten einer intelligenten Fensterarchitektur größtenteils verzichtet, die eine natürliche Belüftung gewährleistet. Darüber hinaus ist die Betonkonstruktion des Hauses gleichzeitig Speicher für erwärmte Raumluft im Winter und für kühlere Nachtluft im Sommer.
Im Detail: Durch Öffnungselemente in der äußeren und Fenster in der inneren Fassade kann auch bei extremen Wettergeschehen eine natürliche Belüftung erfolgen.
Das Konzept wurde in Kooperation mit einem Ingenieurbüro für Gebäudetechnik erarbeitet. Eine Lüftungsanlage bedient die Küche, den Speiseraum und die innen liegenden Konferenzbereiche der Büros; lediglich der Mehrzwecksaal verfügt über eine Klimaanlage. Die kleinen Fenster der Lochfassade sorgen für die Be- und Entlüftung. Darüber hinaus sorgen sie laut Hersteller – besonders im Sommer – , wenn sie nachts geöffnet sind, dafür, dass der Beton als thermische Speichermasse die Nachtkühle aufnehmen und sie tagsüber an die Räume abgeben kann. Betonfertigteile als Festkörper dienen im Winter als Wärmespeicher, die Heizkörper stehen vor den Betonbrüstungs- und nicht vor den Glasflächen. Zum Schutz gegen abfließende Wärme wurden die geschosshohen und achsbreiten Betonfertigplatten außen mit 80 Millimeter dicker Wärmedämmung versehen. Nur zentralgelegene Räume werden mechanisch be- und entlüftet. Über natürliche direkte Belüftung und Beleuchtung verfügen alle Büros, die Vorräume sämtlicher Toiletten, die Treppenhäuser, das Foyer und die Galerie.
Der Energieeinsatz des Mehrzweckgebäudes wurde im Rahmen der damaligen technischen Möglichkeiten durch die Mischung von unterschiedlichen Energiemedien optimiert: Schaffung thermischer Masse, natürliche Be- und Entlüftung, Ausgleichsystem nur für Extremtemperaturen, intelligente Steuerungsstrukturen. Darüber hinaus hat die Gebäudespitze die Kühlwirkung einer Zylinderrippe, der im Sommer entstehende Auftrieb bringt angenehme, natürliche Kühlung.