Für Logistikprozesse besteht ein erhöhter Energiebedarf – sei es für automatisierte Verfahren oder für Fahrzeuge. Daher ist das E/D/E stets bestrebt, nach neuen effizienten Lösungen zu suchen und diese umzusetzen. So wurde beispielsweise bei der Implementierung der automatisierten Fördertechnik konsequent das Thema Energieverbrauch und -rückgewinnung berücksichtigt.
Bei jeder Senkbewegung eines Lasthebers und bei jedem Abbremsen eines Regalbediengerätes wird Energie freigesetzt. Mit den beim E/D/E eingesetzten Rückspeisemodulen kann diese Energie in elektrische Energie umgewandelt und wieder in das Stromnetz abgegeben werden. Somit kann sie an anderer Stelle im System wieder genutzt werden.
Die Abschaltung nicht genutzter Förderer in der insgesamt fast fünf Kilometer langen Behälterförderanlage wurde bei der Gestaltung des Logistikzentrums konsequent umgesetzt. So schaltet sich die Anlage innerhalb von 30 Sekunden nach dem letzten Fördergut automatisch aus. Ein Wiederanlauf erfolgt, sobald sich Ladegut nähert oder es auf den Förderer gesetzt wird.
Liegen in unserem automatischen Kleinteilelager nur wenige Aufträge an und sind diese nicht hoch priorisiert, so besteht kein Grund, mit voller Geschwindigkeit zu fahren. Dies kann zum Beispiel bei nächtlichen Umlagerungen oder Reorganisationen der Fall sein. Die installierte Steuerung einer lastabhängigen Fahrparametrierung sorgt dann dafür, dass langsamere Geschwindigkeiten als im Normalbetrieb gefahren werden. Dies schont Mechanik und Material und spart auch Energie.
Entgegen der noch weitverbreiteten Praxis, Regalbediengeräte mit Einzelreglern zu steuern, wurde bei der Einrichtung des neuen Logistik-Centers erstmals ein Mehrachs-Servoverstärker des Typs SEW MoviAxis eingesetzt. Damit war das E/D/E Vorreiter in Bezug auf diese neue Technik. Hierbei teilen sich alle Regler einen gemeinsamen Befehlsbus, einen gemeinsamen Zentralprozessor und eine gemeinsame Energieversorgung. Dies ist nicht nur wesentlich platzsparender, sondern ermöglicht auch eine bisher unerreichte Regelgenauigkeit, eine deutliche Verringerung der Abwärmeverluste und eine deutliche Energieeinsparung.